Fellbacher Adventskalender

08. Dezember 2020

Hoffnungszeichen am Himmel

Wenn es im Oktober abends früher dunkel wird, empfinde ich das zuerst immer etwas bedrückend. Vielleicht sogaer ein bisschen unheimlich, bedrohend. Dunkelheit schränkt meine Sicht ein. Ich muss einen Tiel der Kontrolle abgeben, die ich im Hellen habe.

Ähnlich geht es mir auch, wenn sich Umstände in meinem Leben verändern, vertraute Menschen nicht mehr da sind, Sicherheiten wegbrechen. Das verunsichert mich, und ich muss auch hier Kontrolle abgeben.In solchen Zeiten sehne ich mich nach einem Licht am Horizont, nach neuer Hoffnung und Perspektive.

An die Dunkelheit im Winter gewöhnt man sich, man macht sich einfach mehr Licht: Kerzen, die man im Sommer nicht beachtet, Lichterketten, Stehlampen.

Es gibt keine Dunkelheit in Räumen, die nicht erhellt werden kann.

Auch nicht in mir, wenn mir Sorgen und Probleme mein Gemüt verdunkeln. Denn es gibt ein Licht, das mein Innerstes hell machen kann…

Vor 2000 Jahren bekamen ein paar einfache Hirten faszinierende Elnblicke in eine unsichtbare Wirklichkeit, aus der dieses Hoffnungslicht kommt:

Es ist Nacht. Dunkel. Alles ist wie immer. Doch plötzlich wird es hell. Gott öffnet für einen kurzen Moment den Himmel. Ein Heer strahlender Engel bringt den Männern eine himmlische Botschaft, die eine neue Zeit ankündigt:

Für euch ist heute der Heiland, der Retter, geboren! Gott hat euch nicht vergessen!

Die Hirten machen sich auf den Weg zu dem neugeborenen Kind, von dem die Engel gesprochen hatten. Zu dem Sohn Gottes, der in die Dunkelheit der Welt gekommen ist, um uns Menschen Licht zu bringen. Und um den Weg frei zu machen, der zu Gott führt

Diese wunderbare Aussicht macht mich froh. Und ich erlebe schon jetzt, wie Jesus mitten in meine Nöte und Sorgen sein Licht strahlen lässt.

Er verändert mich oder schwierige Umstände, er schickt mir unverhofft einen Lichtstrahl in mein Herz, eine Hoffnung, die mich erleben lässt: Ich bin nicht allein!

Frohe Weihnachten!

Engel bringen frohe Kunde allen Menschen weit und breit. Von den Bergen in der Runde schallt es auch in unsre Zeit: Gloria in excelsis Deo!

Sagt, ihr Hirten bei den Herden, was soll dieser Jubelsang? Will nun endlich Friede werden, des wir warten still und bang? Gloria in excelsis Deo!

Seht das Kindlein in dem Stalle, ihm nur gilt der Engel Lied. Ach, wie freuen wir uns alle: unser Aug’ den Heiland sieht. Gloria in excelsis Deo!

Lass uns all zum Kripplein eilen, seht das Wunder, das geschah: Heut will sich der Himmel teilen, Gott wird Mensch. Halleluja! Gloria in excelsis Deo!

                                                                                                                                                                        Text: Johannes Haas, altes franz. Weihnachstlied