Fellbacher Adventskalender

09. Dezember 2020

Welchem Stern folgen wir?

Kein Werbesong im Schwabenland „Stern auf den ich schaue“.

Auch kein Werbeslogan des ADAC.

Sondern aus der Weihnachtsgeschichte im Matthäusevangelium, dort folgen Menschen einem Stern.

Welchem „Stern“ folgen wir?

Horoskop?

Meinem Gefühl?

Folgsam sein den Eltern, noch jahrelang im Erwachsensein?

Der Gebrauchs- oder Installationsanweisung?

Der Brig.-Diät?

Dem Rat des Arztes?

Dem gesunden Menschenverstand?

Ach, Sie folgen niemandem?

Wer täglich mehrere Stunden Radio hört, Zeitung liest, Nachrichten schaut, Zeitschriften durchblättert nimmt im Durchschitt 1200Werbebotschaften mit ins Bett. Und alle sagen uns, wem wir folgen sollen…

Was sind die Folgen?

Dann doch lieber dem „eigenen Stern“ folgen?

Meine eigenen Ideen Maßstäbe, Vorstellungen, meiner Karriere?

Wer immer der eigenen Spitze nachfährt fährt im Kreis. Wer den richtigen Weg finden will, braucht einen Fixpunkt außerhalb seiner selbst.

Die Weihnachtsgeschichte bietet diese Alternative:

„Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jesusalem und sprachen:

Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten….“ (Matthäus 2,1+2)

Gebet:

Jesus Christus,

so viele Sterne wollen uns führen,

den richtigen Weg zeigen

und auf sich aufmerksam machen-

        Gib uns Augen für dein Licht, das nicht in die Irre führt,

        für deinen Glanz, der nicht blendet,

        für deinen Weg, der uns nach Bethlehem bringt,

        und uns zu Menschen machen will nach Gottes Herzen.

Jesus Christus,

du kennst die Nachtseiten des Lebens,

die herben Rückschläge,

die Sehnsucht nach Frieden und Geborgenheit

und das „nicht aus seiner Haut können“.

        Öffne uns die Augen für deine Nähe,

        besonders dort, wo wor doch am wenigsten vemuten.

        Lass uns dich entdecken im Mut und der Zuversicht,

        in der Gelassenheit zum Lassen

        und im Aushalten offener Fragen.

        Schenke uns Augen, dass wir entdecken:

        Auch unsere Nacht ist voller Sterne.

Du bist der Stern auf unserem Weg.

Das Leuchten der Sehnsucht,

die Nähe, die wohltut.

        Lass uns deinen Stern sehen

        wenn wir miteinander Weihnachten feiern

        und wenn wir miteinander beten:

Vater unser im Himmel ...